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Muttergottes Höhle

28 Jan

Autor: admin - Kategorie: Reisen

Die Höhlen auf Mallorca sind meist sehr hübsch anzusehen und wenn man einmal dort gewesen ist, möchte man auch immer wieder hin. Beispielsweise kann man sich sämtliche Höhlen in aller Ruhe ansehen, wenn man eine eigene Immobilie auf Mallorca besitzt. Doch nicht nur normale Höhlen gibt es auf Mallorca. Bei der Muttergottes-Höhle schwingt noch ein ganz anderes Gefühl als die pure Verlassenheit mit. Nämlich das Flair schwarzer Magie und exotischer Riten.

Das entstehende Gefühl kommt von der Legende, die sich um die Höhle selbst rankt. Denn diese wurde im Mittelalter von Seeleuten aus Genua gefunden, als sie auf der Reise zum spanischen Festland unterwegs waren und Opfer eines Wirbelsturms wurden. Sie strandeten hier und waren so froh, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben, dass sie diese Insel als heilig bezeichneten und in ihr ein Denkmal setzen wollten. Dazu errichteten sie der heiligen Mutter Gottes einen Altar.

Die Höhle wurde später auch weiter ausgearbeitet, so dass drei Abschnitte entstanden, die wie Torbögen aussehen. Die Muttergottes-Höhle wird im spanischen ‚Ses coves de Mare de Déu‘ genannt, was so viel heißt wie ‚Die Höhlen der Gottesmutter‘. Wegen der Torbögen spricht man auch von der Höhle in der Mehrzahl. Der Zweck der Aushöhlung bestand darin, aus ihr eine Art Kathedrale zu machen. Viele mallorquinische Handelsfamilien trugen ihren Teil dazu bei, indem sie ihren Sandstein in die Höhle transportieren ließen. Heute ist lediglich nur noch eine einfache Höhle übrig, in der die Legende aber weiterlebt.

Ein Punkt, den man am Altar auch vor Augen geführt bekommt, ist die allgemeine Entwicklung der Menschen. In der damaligen Zeit war der Buchdruck erst erfunden worden, Bibelgeschichten waren überliefert, aber noch nicht gedruckt worden. So wurde lediglich eine Stätte geschaffen, wo man beten konnte und eine Nische in die Felswand geschlagen, wo die Marienfigur ihren Platz fand. Die sonstige Ausgestaltung wurde durch Einkerbungen in den Felswänden übernommen, in der sich nun Kombinationen religiöser, weltlicher und alchemistisch angehauchte Zeichen befinden. Der INRI neben der Sonne oder die Blüten und Ornamente sind nur ein paar Beispiele dafür.

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