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Riester-Rente als Student?

29 Jun

Autor: admin - Kategorie: Finanzen

Auch Studenten sollten schon an ihre Altersvorsorge denken. Eine Riester-Rente kann dazu bestens geeignet sein. Sie kann abgeschlossen werden, wenn der/die Studierende einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgeht und in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt. Damit wäre auch die Riester-Rente möglich.

Lohnt sich das? – Auf jeden Fall, wenn die Regeln beachtet werden.

Staatliche Förderung für Studenten

Die Beiträge für die gesetzliche Rentenversicherung zahlen Studenten, sobald sie bei einem ausgeübten Nebenjob – der in der Regel ein Minijob ist – auf ihre Versicherungsfreiheit verzichten. Diese bedeutet, dass auf den Arbeitgeberanteil von 15 Prozent der fehlende Beitrag zu 19,6 aufgesattelt wird. Beim 400-Euro-Job wären das 18,40 Euro monatlich (4,6 Prozent). Damit wäre der Student förderfähig für eine Riester-Rente.

Diese wiederum verlangt eine Mindesteinzahlung von 60 Euro jährlich, also fünf Euro monatlich. Damit erhält der Riester-Sparer die staatlichen Zulagen von 154 Euro, für Kinder 185 beziehungsweise 300 Euro (erhöht für Kinder mit Geburtsdatum ab 01.01.2008). Hinzu kommt für junge, unmittelbar Zulagenberechtigte ab dem Geburtsdatum 01.01.1983 die um 200 Euro erhöhte Zulage, wenn die Riester-Rente vor dem 25. Geburtstag abgeschlossen wurde. Damit lohnt sich die Riester-Rente für junge Studenten auf jeden Fall.

Zulagen und Boni werden allerdings anteilig gekürzt, wenn die Mindesteinzahlung von 60 Euro nicht erreicht wird.

Auch mittelbar können Studenten in den Genuss der Riester-Rente gelangen, wenn sie der Ehepartner abgeschlossen hat. Für den mittelbar Zulagenberechtigten entfällt zwar die Rentenversicherungspflicht, allerdings muss seit 2012 die Mindesteinzahlung von 60 Euro jährlich geleistet werden.

Warum Riester-Rente für junge Leute?

Die Riester-Rente lohnt sich umso mehr, je eher eingezahlt wird. Dabei ist der Vergleich der Anbieter sehr ausschlaggebend, denn jeder Anbieterwechsel kostet Geld, jeder schwache Anbieter beschert dem Riester-Sparer Verluste. Das wurde schon oft berechnet: Die Unterschiede zwischen leistungsstarken und -schwachen Gesellschaften fallen enorm aus und summieren sich in Jahrzehnten auf einige tausend Euro mehr oder weniger an Rente – und das selbst bei eher kleinen Einzahlungen.

Daher wird gerade den sehr jungen Sparern stark zum Produkt Riester-Rente geraten. Das zeigt eine sehr einfache Rechnung auf: Allein die vollen Zulagen nur für den Sparer selbst (154 Euro jährlich) betragen in 45 Arbeitsjahren 6.160 Euro, von sonstigen Renditen abgesehen. Welche Form der Riester-Rente und welcher Anbieter allerdings infrage kommen, sollte gut bedacht werden.

 

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