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Der Zeitungsjunge, ebenfalls ein verschwundenes Berufsbild

15 Okt

Autor: admin - Kategorie: Dienstleistungen

Dadurch, dass eine Zeitungsdruckerei meist direkt an Läden und Kiosks ihre Zeitungen liefert, gibt es den Beruf des Zeitungsjungen, den es noch bis vor gut 60 Jahren gab auch nicht mehr. Kaum jemand stellt sich noch hin und brüllt marktschreierisch die neusten Meldungen und Schlagzeilen durch die Straßen der Stadt. Die Menschen sind auch bequemer geworden. Sie kaufen sich ihre Zeitung meist auf dem Arbeitsweg am Kiosk oder lassen sie sich sogar nach Hause liefern. Den Zeitungsjungen findet man ebenfalls genauso wenig in der heutigen Welt der Zeitungsdruckerei wie den guten alten Beruf des Schriftsetzers. Im Zeitalter der Computertechnik sind Schriftsetzer, ähnlich wie der Zeitungsjunge, überflüssig geworden. Schriftsetzer waren in einer Zeitungsdruckerei für das erstellen der Druckplatten verantwortlich. Sie haben die Buchstaben in den sogenannten Winkelhaken eingesetzt und damit die Druckplatte, mit deren Hilfe die Buchstaben auf das Papier gedruckt wurden, erstellt. Der Zeitungsjunge hatte ebenfalls keine Chance sich durchzusetzen. Es gibt ihn zwar noch als abgewandelte Form als Zeitungsausträger mit dem Fahrrad, doch in der ursprünglichen Form wird es ihn wohl auch nie mehr geben. Er wurde ersetzt durch die allseits bekannten Zeitungskästen, in die Geld eingeworfen wird und sich dann eine Zeitung genommen werden kann. Durch die Verbreitung von Informationen über das Internet wäre auch spätestens vor 15 Jahren der Zeitungsjunge ausgestorben. Denn der Vertrieb einer Zeitung für eine Zeitungsdruckerei über das Internet oder ganz normale Läden ist extrem kosteneffizient. Allerdings sind zwar Berufe im Zuge der Weiterentwicklung weggefallen, doch es sind auch neue Berufe entstanden, wie zum Beispiel der Mediengestalter.

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